Richard Jacob Weissgerber 1921

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Beschreibung

Richard Jacob Weissgerber 1921 – fein gebaute Gitarre mit kleinerem Korpus – sie hat einen beeindruckenden Klang!

Richard Jacob Weissgerber wurde 1877 in Markneukirchen, Deutschland, als Sohn einer Gitarrenbauerfamilie geboren und verbrachte seine Kindheit umgeben von den reich verzierten Instrumenten seines Vaters und auch unter der Aufsicht des Geigenbaumeisters Christian Wilhelm Seidel. In seiner Jugend absolvierte er eine Ausbildung zum Zithermacher und assistierte anschließend sechs Jahre lang dem Gitarrenbaumeister Wilhelm Voigt. Mit diesem profunden Hintergrund gründete Richard Jacob 1905 seine eigene unabhängige Gitarrenwerkstatt.

Schon früh in seiner Karriere ließ sich Richard Jacob “Weissgerber” als Handelsnamen patentieren, was ihm erlaubte, frei zu innovieren und neue Designs in seinen Gitarrenbau einzubringen. Es scheint, dass er anfangs vor allem im populären Wiener Stil baute, aber schließlich begann er, neue Modelle mit ungewöhnlichen Formen und Verzierungen zu entwerfen und zu entwickeln, die immer exquisit verarbeitet waren – dies gab seinen Instrumenten einen Wettbewerbsvorteil, der sie in der geschäftigen Gitarrenbaustadt Markneukirchen herausragen ließ. Er reiste ausgiebig durch Deutschland und Österreich, um sich Kenntnisse über die verschiedenen Gitarrenbaustile anzueignen, und engagierte sich aktiv in der “Gitarristischen Bewegung” in Deutschland, unterhielt intensiven Kontakt zum Internationalen Gitarrenverband und zu vielen wichtigen Gitarristen. 1921 erhielt er Besuch von Miguel Llobet, 1924 kehrte Llobet mit Andres Segovia wieder zurück und er konnte ihre Instrumente – Torres und Manuel Ramirez – sehen, die seine Arbeit stark beeinflussten. Auch viele andere Spieler, darunter Emilio Pujol und Luise Walker, kamen mit ihren Instrumenten nach Markneukirchen, die Richard Jacobs Bauansätze immer mehr in Richtung der spanischen Gitarren lenken sollten – und gewannen stilistische Erkenntnisse von Torres bis Simplicio. Obwohl er diese spanischen Traditionen aufnahm und assimilierte, gab er seinen experimentellen Ansatz nie auf und versuchte stets, diese Elemente in seine einzigartigen Konstruktionsmethoden zu integrieren, um wirklich einzigartige Instrumente zu schaffen, die sich über eine Vielzahl von Modellen verteilen. Richard Jacob widmete sich bis an sein Lebensende dem Gitarrenbau und vollendete in seinem letzten Lebensjahr, im Alter von 83 Jahren, sogar drei Instrumente. Er starb 1960 und hinterliess seinen ältesten Sohn Martin (1911-1991) die “Weissgerber Gitarrenwerkstatt”, die er bis zu ihrer Schliessung 1990 leitete.

Seit Beginn von Richard Jacobs Karriere eroberten Weissgerber-Gitarren schnell eine starke Anhängerschaft unter den Fachleuten. Viele der angesehensten Gitarristen der damaligen Zeit spielten Weissgerber-Instrumente. Dazu gehörten Heinz Teuchert (Begründer der Frankfurter Schule für Gitarre und Lautenspiel), Karl Scheit und Siegfried Behrend, um nur einige zu nennen.

Dieses besondere Instrument von Richard Jacob Weissgerber aus dem Jahr 1921 ist ein Wiener Modell. Es hat eine kompakte Korpusgröße und eine geringere Mensur, wodurch es sehr leicht zu spielen ist. Die Mensurlänge beträgt 620 mm und die Sattelbreite 44 mm. Sie hat eine Fichtendecke und Boden und Zargen aus Ahorn.

Die Gitarre klingt edel und beeindruckt sofort mit einem sehr komplexen Ton. Die Bässe sind tief und die Höhen sind samtig, lebendig und farbig mit großer Ausdruckskraft.
Sobald man die Gitarre spielt, hat man den Eindruck, mit dem Instrument zu verschmelzen, denn der Klang ist sehr berührend, diese Gitarre weckt tiefe Emotionen und man kann förmlich spüren, wie die Töne aus dem Instrument herausspringen.
Auf jeden Fall eine Gitarre auf sehr hohem Niveau, mit der man die Musik von damals authentisch wieder aufleben lassen kann.

Die Gitarre wurde restauriert und ein paar Risse wurden repariert. Der Steg ist ein neuerer (originalgetreu). Sie spielt sich großartig, mit einer niedrigen Saitenlage und einem geraden Hals.

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Zusätzliche Informationen

Boden/Zargen

Ahorn

Sattelbreite

>49 mm

Mensur

< 640 mm

Decke

Fichte

Baujahr

1900 – 1940